Geschichte freier Software

Freie Software ist keine neue Erfindung. Schon in der Anfangszeit der Computer gab es Freie Software. Damals wurde das Geld für die Hardware verlangt. Software gab es meist kostenlos dazu, sogar den Quellcode.

Ende der 1970er merkten einige Firmen, dass sie auch Geld für Software verlangen konnten. AT&T; stellte seinen UNIX-Quellcode nicht mehr frei zur Verfügung und auch andere Unternehmen verfolgten ähnliche Strategien. Das führte 1984 dazu, dass Richard Stallman das GNU-Projekt gründete. GNU steht für „GNU’s not UNIX“ und ist ein Projekt das sich vornahm, ein komplett Freies Betriebssystem zu entwickeln. 1990 waren bereits alle wichtigen Programme für GNU fertiggestellt. Es fehlte nur noch ein geeigneter Kernel, der alle Programme zusammen verwaltet. Diesen Kernel lieferte ein Jahr später der finnische Informatikstudent Linus Torvalds mit seinem Linux-Kernel.

Für Freie Software wurde auch ein neues Lizenzmodell benötigt. So gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Lizenzen die dem Benutzer mehr oder weniger Rechte und Freiheiten an der Software geben. Die bekanntesten Lizenzen sind die GPL und die BSD-Lizenz.

Das Interesse an Freier Software ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Es gibt für fast jedes gängige Windows Programm mindestens eine Freie Alternative, meistens sogar mehrere. Die große Verbreitung und steigende Qualität Freier Software kann man auf die gegenseitige Kontrolle der Entwickler zurückführen. Da jeder freien Zugang zu dem Quellcode hat, werden Sicherheitslücken und nicht optimaler Code schneller erkannt und ausgetauscht. Sicherheitslücken treten seltener auf als in Closed Source Anwendungen, weil sie frühzeitig erkannt werden.

Seit 2002 wird auf den Bundestag Servern Linux und andere Freie Software eingesetzt. Die Stadt München hat 2003 entschieden alle Rechner der Stadtverwaltung auf Freie Software umzustellen und einige kleinere Städte benutzen schon seit längerem Freie Software