Geschichte von Linux

Die Geschichte von Linux

Als Linux werden heute die meisten linuxbasierten Distributionen bezeichnet. Das ist eigentlich nicht richtig. Linux ist nur der Kernel des Betriebssystems. Ein Kernel ist wie der Name andeutet, der Kern eines Betriebssystems. Ohne einen Kernel würde ein Betriebssystem nicht funktionieren. Der Kernel ist zuständig für die Kommunikation zwischen Anwenderprogrammen und der Hardware. Möchte man ein Dokument abspeichern meldet sich die Anwendung beim Kernel und sagt ihm welche Daten gespeichert werden sollen. Der Kernel schreibt diese Daten dann auf die Festplatte.

1989 begann der finnische Informatikstudent Linus Torvalds mit der Entwicklung von Linux. Zu dieser Zeit waren UNIX-artige Betriebssysteme für Privatpersonen kaum bezahlbar. Um nicht nur in der Universität die Möglichkeit zu haben an einem UNIX System zu arbeiten, entschloss sich Linus einen eigenen UNIX-artigen Kernel zu programmieren. Er veröffentlichte den Quellcode seines Kernels im Internet und bekam von vielen Programmierungen Verbesserungsvorschläge und neuen Code den er dann in seinen Kernel aufnahm.

Einige Jahre bevor Linus mit der Entwicklung von Linux begann, startete das GNU Projekt. Das GNU Projekt war eine Sammlung von freien Betriebssystemtools, die zusammen ein Betriebssystem ergeben sollten. Bei GNU fehlte allerdings lange Zeit ein geeigneter Kernel. 1991 wurde Linux als Kernel für das GNU Betriebssystem übernommen, seitdem heißt das Betriebssystem GNU/Linux. Mittlerweile wird GNU/Linux meist nur noch als Linux bezeichnet.

Linux verbreitete sich in den letzten Jahren rasend schnell. Die große Verbreitung ist auf die hohe Stabilität und Geschwindigkeit zurück zu führen die Freie Software auszeichnet. Vor allem im Servermarkt ist Linux nicht mehr wegzudenken. Im Serverbereich hat Linux außerdem den Vorteil der Plattformunterstützung. Es werden alle gängigen Prozessorarchitekturen unterstützt, was bei Windows nicht der Fall ist.

Im Moment erlebt Linux einen Trend zum Desktop-Betriebssystem. Die Installation ist kinderleicht geworden und die grafischen Oberflächen müssen den Vergleich mit Windows nicht mehr scheuen. Es gibt Freie Alternativen zu fast jedem Windows Programm und Wine ermöglicht es sogar Windows Programme unter Linux zu benutzen.

Ein relativ neuer Trend bei Linux sind die sogenannten Live-CDs. Dabei handelt es sich um Linux-Systeme die nicht auf dem Computer installiert werden müssen, sondern direkt von der CD gestartet werden. Dadurch haben Interessierte die Möglichkeit Linux auszuprobieren ohne ein Risiko einzugehen. Wenn Linux einem nicht gefällt, hat man nichts verloren, außer vielleicht ein paar Minuten Zeit. Bekanntester Vertreter unter den Live-CDs ist Knoppix.