Gnutella

Projektgeschichte:

 

Der erste Gnutella Client wurde von Justin Frankel und Tom Pepper bei Nullsoft entwickelt. Nullsoft gehört zu AOL und AOL war von dem Projekt nicht begeistert und ließ das Programm vom Firmenserver entfernen. Da aber bereits viele Benutzer das Programm downgeloadet hatten hat es sich trotzdem weiter verbreitet.

Nach kurzer Zeit gab es OpenSource? Implementationen des Protokolls was dafür sorgte, dass Gnutella sich noch weiter verbeitete.

Der Name Gnutella setzt sich aus GNU und Nutella zusammen. Die Entwickler hatten ursprünglich vor den Client und das Protokoll unter einer GNU General Public License zu veröffentlichen und während der Entwicklung haben die Entwickler viel Nutella gegessen.

 

 

Funktionsweise

Gnutella ist im Gegensatz zu den meisten anderen Filesharing Technologien ein komplett verteiltes Netzwerk. Es gibt keine festen Server. Sobald man einen Client startet, verbindet dieser sich mit anderen Clients und es entsteht ein Netzwerk in dem im Idealfall jeder Client über Umwege miteinander verbunden ist.

Seit der zweiten Protokollversion von Gnutella werden einige Nutzer mit den nötigen Resourcen zu UltraPeers?. Das soll helfen das Netzwerk noch skalierbarer zu machen, damit nicht Nutzer mit 56k Modems andere Nutzer mit Breitbandverbindungen ausbremsen.

Sendet ein Benutzer eine Suchanfrage, wird diese an alle verbundenen Clients gesendet und diese senden die Anfrage wiederum an alle Clients zu denen sie verbunden sind. Hat ein Client Dateien die zu der Suchanfrage passen wird eine Antwort direkt oder auf dem gleichen Weg zurück geschickt. Anfragen werden auch mit einer Lebenszeit bestückt (TTL - Time to live) damit wird verhindert, dass Suchanfragen noch Monate nachdem sie abgeschickt wurden im Netzwerk kursieren.

 

 

Gut geeignet für?

Das Gnutella Netzwerk eignet sich am besten für Benutzer mit viel Zeit. Suchanfragen werden nicht in einer bestimmten Zeit bearbeitet, sondern es kann passieren, dass man noch Stunden später Suchergebnisse bekommt. Dieser Nachteil kommt durch die dezentralisierung des Netzwerks. Der Vorteil ist, dass Gnutella nicht leicht angreifbar ist. Das Netzwerk sollte also immer verfügbar sein.

 

 

Unterstützte Betriebssysteme

Gnutella ist ein offener Standard und es gibt eine Menge Clients die dieses Protokoll benutzen. Es gibt also für nahezu jedes Betriebssystem einen Gnutella Client.

Linux

 

* MLDonkey - Bietet Unterstützung für viele unterschiedliche Netzwerke, unter anderem auch für Gnutella. (freie Software)

* Gtk-Gnutella - sourceforge.net/projects/gtk-gnutella/ (freie Software)

 

Windows

 

* Gnucleus - OpenSource? Client für Windows sourceforge.net/projects/gnucleus/

* BearShare? - Kommerzieller Gnutella Client

* LimeWire? - Kommerzieller Gnutella Client

 



Eine Kampagne der GRÜNEN JUGEND in den Jahren 2004 & 2005
Impressum und Sitemap