Politische Forderungen

Freie Software für alle – Code für die Welt!

 

Computer und digitale Daten sind aus der Gesellschaft nicht mehr hinwegzudenken. Auf den Weg in die europäische Wissensgesellschaft, in der immer Prozesse digitalisiert sind, legt die GRÜNE JUGEND klare Masstäbe an. IT-Infrastrukturen müssen offen, transparent und demokratisch hinterfragbar sein. So wird Wettbewerb, mehr Innovation und eine nachhaltige Förderung des europäischen IT-Standortes gewährleistet. Ziel ist es, Monopolstrukturen zu vermeiden und Software sicherer zu machen. Für mehr Wahlfreiheit der VerbraucherInnen und stärkere Bürgerinnenrechte. Die GRÜNE JUGEND tritt deshalb entschieden gegen die innovationsschädliche europäische Richtlinie zur Softwarepatentierung ein.

 

Freier Software gehört die Zukunft. Sie hat einen offenen Quellcode, kann frei vervielfältigt und unter großzügigen Bedingungen verändert werden. Damit hat sie das nachhaltigere Produktionsmodell für Software. Die GRÜNE JUGEND fordert, dass an allen Schulen und Universitäten Alternativen zum Monopol gelehrt werden, damit die Medienkompetenz gerade unter jungen Menschen gestärkt wird. Es werden Lizenzkosten gespart, die woanders im Bildungssystem dringend gebraucht werden.

 

Freie Software gehört in alle Institutionen des öffentlichen Lebens. Damit nachhaltig die Kosten durch Herstellungsunabhängigkeit und Wettbewerb sinken und die europäische IT-Wirtschaft gestärkt wird. Das Beispiel Schwäbisch Hall zeigt, wie erfolgreich der Wandel in der IT-Infrastruktur ist: In der Kommune wird komplett auf freie Softwarelösungen gesetzt. Auch München hat stellt gerade seine Verwaltung auf Freie Software um. Die Stadt Mühlheim an der Ruhr entwickelt gar eGovernment-Lösungen auf Basis Freier Software und lädt andere Kommunen zur Mitarbeit ein. Ohne einen Qualitätsverlust werden so Mittel für grundlegende Aufgaben der Kommune frei gemacht.

 

Die GRÜNE JUGEND fordert, dass öffentlich finanzierte Softwareprojekte selbstverständlich unter Freie Lizenzen gestellt werden müssen. Das Ausschreibungswesen der öffentlichen Verwaltung muss dahingehend geändert werden, dass Freie Software bei Ausschreibungen automatisch bevorzugt wird, denn der Staat muss ein Interesse daran haben, demokratische Software zu nutzen. Dass alle die Möglichkeit zur Teilhabe an der Weiterentwicklung Freier Software haben, bietet riesige Chancen für die nachhaltige Schaffung von verlässlichen und offenen e-government-Infrastrukturen.